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 VOKALVIERECK
Wenn du mit der Maus über den Vokal fährst, erscheint seine Beschreibung.
Das [i] ist ein langer, gespannter, ungerundeter (gespreizter) Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich zum vorderen Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist am kleinsten.
Lang: Lid, bieten, siehst, ihn; kurz: Mutti.
Das [I] ist ein kurzer, ungespannter, ungerundeter, Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich zum vorderen Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist sehr klein.
Schreibung: i + Doppelkonsonanz, z.B. bitten; auch: in, im und vierzehn(!).
Das [y] ist ein langer, gespannter, gerundeter (vorgestülpter), Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich zum vorderen Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist am kleinsten.
Lang: Hüte, fühlen, Analyse, Duisburg; kurz: Byzanz.
Das [Y] ist ein kurzer, ungespannter, gerundeter (die Lippen sind locker gestülpt), Vorderzungenvokal. Die Vorderzunge wölbt sich zum vorderen Hartgaumen auf. Der Kieferwinkel ist sehr klein, größer als bei [y]. Schreibung: ü + Doppelkonsonanz, z.B. Kürbis, gründen. Ausnahmen (lang + gespannt): düster, Wüste.
Das [u] ist ein langer, gespannter, gerundeter (vorgestülpter) Hinterzungenvokal.
Die Hinterzunge wölbt sich zum weichen Gaumen auf.
Der Kieferwinkel ist am kleinsten geöffnet.
Lang: gut, Kuh, Präfix ur-.
Das [U] ist ein kurzer, ungespannter, gerundeter Hinterzungenvokal.
Die Hinterzunge hebt sich.
Der Kieferwinkel ist sehr klein, größer als bei [u:], kleiner als bei [o].
Geschrieben: u + Doppelkonsonanz, z.B.: Lust, Sucht.
Das [e] ist ein langer, gespannter, ungerundeter, Vorderzungenvokal. Die Vorderzunge wölbt sich stark zum vorderen Hartgaumen auf. Der Kieferwinkel ist größer als bei [I], kleiner als bei [E]. Schreibung: Regen, See, Reh. Das [e:] wird auch gesprochen in: Dresden, Erde, Gerhard, Herd, Krebs, Pferd, Schleswig, Schwert, werden, Wert.
Das [E] ist ein kurzer, ungespannter, ungerundeter, Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich zum Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist etwas größer als bei [e], kleiner als bei [Eù].
Schreibung: e + Doppelkonsonanz, ä + Doppelkonsonanz, z.B. Leck, älter.
Das [Eù] ist ein langer, ungespannter, ungerundeter, Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich zum Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist etwas größer als bei [E], kleiner als bei den a-Lauten.
Schreibung: Bär, Mähne; ausnahmsweise auch in: Gebärde, Rätsel, zärtlich.
Das schwachtonige [«] ist ein kurzer, ungespannter, ungerundeter (die Lippen sind locker geöffnet, passiv), Vorderzungenvokal. Die Mittelzunge wölbt sich mäßig zum Hartgaumen auf. Der Kieferwinkel (und Zahnreihenabstand) richtet sich nach der Lautumgebung. Schreibung: Endung -en, Präfixe be- und ge-, e im Auslaut, z.B. malen, berichten, gesehen, Sache.
Das [a] ist ein kurzer, ungerundeter (die Lippen sind passiv, lockere hochrunde Öffnungsstellung), Vokal. Der Zungenrücken ist abgeflacht. Der Kieferwinkel ist groß. Schreibung: a + Doppelkonsonanz, z.B. Stadt, auch in: Grammatik, Januar, im Suffix -am, z.B. Bräutigam.
Das [A] ist ein langer, ungerundeter (die Lippen sind passiv, lockere hochrunde Öffnungsstellung), Vokal. Der Zungenrücken wölbt sich geringfügig zum hinteren Hartgaumen (postdorsal) auf. Der Kieferwinkel ist am größten. Schreibung: Hase, Staat, wahr. Suffixe: -bar, -nam, -sam, -sal, z.B. heilbar, Leichnam, Scheusal, sparsam. Lang auch in: Art, Bart, zart, Harz, Heirat.
Das [O] ist ein langer, gespannter, gerundeter (vorgestülpter) Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich stark zum vorderen Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist größer als bei [Y], kleiner als bei [¯].
Schreibung: Möwe, Höhle, Goethe, Igenieur; auch in: Behörde, Österreich.
Das [¯] ist ein kurzer, ungespannter, gerundeter (gestülpter) Vorderzungenvokal.
Die Vorderzunge wölbt sich mäßig zum vorderen Hartgaumen auf.
Der Kieferwinkel ist relativ groß, kleiner als bei a-Lauten.
Schreibung: ö + Doppelkonsonanz, z.B. Hölle, köstlich, auch in: Knöchel.
Das [Œ] ist ein kurzer, ungespannter, ungerundeter (die Lippen sind passiv, locker geöffnet), Mittelzungenvokal. Die Mittelzunge wölbt sich mäßig zum Hartgaumen auf. Der Kieferwinkel richtet sich nach der Lautumgebung. [Œ] kommt vor im unbetonten Suffix -er, in unbetonten Präfixen ver-, zer-, er-, z.B. Lehrer, vergehen, zerschneiden, erfinden, [Œ] nach langen Vokalen, ausgenommen langes a, z.B. ihr, er, Ohr.
Das [o] ist ein langer, (stark) gespannter, gerundeter (vorgestülpter) Hinterzungenvokal.
Die Hinterzunge wölbt sich stark zum weichen Gaumen auf.
Der Kieferwinkel ist relativ groß, kleiner als bei den a-Lauten, größer als bei den u-Lauten.
Schreibung: Dom, Boot, Lohn, im unbetonten Suffix -or, z.B. Direktor. Auch in Ausnahmen: Lotse, Mond, Montag, Obst, Probst, Vogt, vor, hoch, Ostern, Trost.
Das [] ist ein kurzer, ungespannter, gerundeter (gestülpter) Hinterzungenvokal.
Die Hinterzunge wölbt sich mäßig zum weichen Gaumen auf.
Der Kieferwinkel ist relativ groß, kleiner als bei den a-Lauten, größer als bei den u-Lauten.
Schreibung: o + Doppelkonsonanz, z.B. toll, Stoff.

Alle deutschen Vokale sind:
1. oral,
2. stimmhaft.
3. Zungenspitze liegt an den unteren Schneidezähnen.

  © 2001 by Janusz Taborek
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